Regionalverband Elbe-Heide

Das Verfahren der A39

Beteiligung des BUND

Der BUND RV Elbe-Heide bearbeitet innerhalb des Erörterungstermins des 1. Bauabschnittes der A39 die damit verbundenen Unterlagen und findet gravierende Mängel, die zu einer weiteren Auslegung und Eröerterung führen müssen.

Hier einmal für Sie zum nachlesen.

- Gravierende Mängel der Unterlagen allgemein:

  1. Alle faunistischen Erfassungen sind zeitlich abgelaufen und müssen für alle Arten neu aufgelegt werden.

  2. Die faunistischen Teilerfassungen werden z.T. verwendet, aber bleiben unveröffentlicht. Sie müssen Teil der Unterlagen werden.

  3. Für viele notwendige CEF-Maßnahmen den Ausnahmetatbestand nach §45 (7) BNatSchG wird abgelehnt. Bei der Vielzahl der Maßnahmen wird aus der Ausnahme die Regel. Dies ist unzulässig.

  4. Die kumulierende Wirkung der Fußgänger- und Fahrradbrücke für die Arena in unmittelbarer Nähe der neu zu bauenden Autobahnbrücke über die Ilmenau wird außeracht gelassen. Dies ist ein gravierender Fehler.

  5. Der Wirkbereich der Autobahn ist für mobile Arten mit mindestens 100 m anzunehmen und nicht nur mit 20 m.

  6. Die Teilkartierung der Vögel und Amphibien ist völlig unzureichend. So wurden im Winter 2019/20 noch eine größere Anzahl von Haubenlerchen im Bereich der bisherigen Brutplätze gesichtet. Daher erscheint es ausgeschlossen, dass die Haubenlerche nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Auch die Zauneidechse mit nur einem Fund am Rande des Flugplatzes ist unzureichend kartiert. Im Bereich nördlich der B216 im Industriegebiet Hafen wurde aus Unkenntnis ein Habitat zerstört. Ein Teil der Population ist auf die südliche Seite geflüchtet und dort im Bereich der vorgesehenen Einfädelung der B216 gesichtet.

  7. Schutzmaßnahmen für den Habicht fehlen völlig und müssen nachgeholt werden.

Freitag der 21.08.2020


 

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