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Regionalverband Elbe-Heide

Einwendungen des BUND gegen Kernkraftwerk Krümmel

Aktuelle Atom-Themen in der Region

Nicht weit von hier findet ein Verfahren statt, bei dem versucht wird, Bürgerbeteiligung unter Berücksichtigung neuer Erkentnisse durchzuführen. Das Helmholtz-Zentrum Gestaacht (HZG) hat einen Stillegungsantrag für den Forschungsreaktor Gestaacht gestellt und führt das Verfahren derzeit unter Beteiligung der Verbände und der Öffentlichkeit durch. Es geht doch. Längerfristig muss sich zeigen, ob Bürgerbeteiligung in diesem Verfahren so weit führt, dass es um eine echte Beteiligung und nicht nur um eine Information der Bürgerinnen und Bürger geht.

Neben diesem aktuellen Thema gibt es für uns ganz konkrete, weitere Fragen in Sachen Atom. Vor den Toren Lüneburgs liegt das KKW Krümmel. Über Jahrzehnte hat sich der BUND mit anderen Umweltinitiativen für die Abschaltung des AKW eingesetzt. Mit dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung kam 2011 das endgültige Ende für den Reaktor. Ohne Frage ein Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung. Aber auch wenn mit dem Abschalten des AKW und dem Ende des Leistungsbetriebs das Risiko eines Störfalls wesentlich reduziert ist, bleibt die Frage nach dem Verbleib des Atommülls. Egal, ob es dabei um die abgebrannten Brennelemente in den CASTOR-Behältern geht, die schwach- oder mittelradioaktiven Bauteile des KKW oder den leichtstrahlenden Bauschutt, tragfähige Lösungen gibt es hier nicht.

Der nun vorliegende Stilllegungsantrag des Betreibers Vattenfall zeigt zudem, das auch der Rückbau eines KKW mit erheblichen Risiken und Strahlenbelastungen verbunden ist. Der BUND Regionalverband Elbe-Heide setzt sich kritisch mit den Rückbauplänen auseinander und hat sich in das Genehmigungsverfahren mit einer Einwendung eingebracht.

Atomkraft? Nein, Danke... und ein Standortauswahlgesetz

Der Deutsche Bundestag und der Bundesrat haben ein Standortauswahlgesetz für die Suche nach einem "Endlager" für radioaktiven Abfall beschlossen. Was bedeutet das für den BUND-Regionalverband Elbe-Heide?

Niedersachsen ist in allen Diskussionen um die Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe besonders betroffen. Die seit Jahrzehnten andauernden Diskussionen um den Standort Gorleben, die Katastrophen rund um das Versuchsendlager Asse, das planfestgestellte Atomendlager Schacht Konrad, das nahe Niedersachen gelegene einsturzgefährdete Atom"end"Lager Morsleben zeigen das deutlich. Hinzu kommt, das geologische Formationen wie Salz und Ton in Niedersachsen auch für die Zukunft erwarten lassen, dass unser Bundesland von der Suche nach einem "Endlager" betroffen sein wird.

Deshalb mischt sich auch der BUND in den Landkreisen Lüneburg und Harburg in diese Debatte ein. Es geht dabei aber nicht um das St.Florians-Prinzip, sondern um die Notwendigkeit, für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit zu sorgen.

Das Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom

Der BUND ist Mitglied im Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom (LAgA) . Mit vielen anderen Gruppen und Organisationen wird dort ein breites Spektrum im Bereich Atom abgedeckt: Atomkraftwerek, Castortransporte, Atommüllentsorgung.

Neueste Studien wie den sog. Sorgenbericht - eine ausführliche, aktuelle, Zusammenfassung der Atommüllmengen, die in der Bundesrepublik auf ihre "Entsorgung" warten - und aktuelle Veranstaltungen werden dort veröffentlicht.

Der BUND hat sich im Aktionsbündnis an zahlreichen Aufgaben beteiligt, z. B. durch die Organisation von Bussen zu Demonstrationen.

 

BUND-Ansprechpartner: Bernhard Stilke

Ansprechpartner*innen

Bernhard Stilke und Renate Backhaus

Bernhard Stilke
b-stilke(at)t-online.de
Tel: 0160 92691962

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