Regionalverband Elbe-Heide

Einwendungen des BUND gegen Kernkraftwerk Krümmel

Atomkraft? Nein Danke … und ein Standortauswahlgesetz

Der Deutsche Bundestag und der Bundesrat haben ein Standortauswahlgesetz für die Suche nach einem „Endlager“ für radioaktiven Abfall beschlossen. Was bedeutet das für den BUND Regionalverband Elbe-Heide?

Niedersachsen ist in allen Diskussionen um die Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe besonders betroffen. Die seit Jahrzehnten andauernden Debatten um den Standort Gorleben, die Katastrophen rund um das Versuchsendlager Asse, das planfestgestellte Atomendlager Schacht Konrad, das nahe Niedersachsen gelegene einsturzgefährdete Atom„end“lager Morsleben zeigen das deutlich. Hinzu kommt, dass geologische Formationen wie Salz und Ton in Niedersachsen auch für die Zukunft erwarten lassen, dass unser Bundesland von der Suche nach einem „Endlager“ betroffen sein wird. Deshalb mischt sich auch der BUND in den Landkreisen Lüneburg und Harburg in diese Debatte ein. Es geht dabei aber nicht um das St. Florians Prinzip sondern um die Notwendigkeit, für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit zu sorgen.

Ein erster Schritt bei der Endlagersuche wird am 28. September 2020 die Veröffentlichung des „Zwischenbericht Teilgebiete“ durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) sein. Auf dieser Basis soll dann der Bundestag entscheiden, welche Regionen obertägig weiter untersucht werden sollen.

Auf der Bundesebene macht der BUND e.V. Druck , dass alle dafür herangezogenen Daten transparent und nachvollziehbar veröffentlicht werden, dass das Verfahren, wie versprochen fair und auf wissenschaftlicher Basis verläuft. Eine Entscheidung, wie in Gorleben, die nur auf politischen Erwägungen beruht, darf es nicht wieder geben.

Noch ist nicht abschließend bekannt, welche Teilgebiete in der Karte der BGE genannt werden. Mit dem Salzstock Gülze-Sumte könnte ein Standort im Landkreis Lüneburg dazu gehören. Der BUND RV Elbe Heide wird sich kritisch mit der Bewertung dieses Standortes beschäftigen, nicht mit dem St. Florians-Blick sondern mit der klaren Forderung nach einem fairen Verfahren.

 

Rückbau AKW Krümmel … Abschalten ist nur der erste Schritt.

Vor den Toren Lüneburgs liegt das AKW Krümmel. Über Jahrzehnte hat sich der BUND mit anderen Umweltinitiativen für die Abschaltung des AKW eingesetzt. Mit dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung kam 2011 das endgültige Ende für den Reaktor. Ohne Frage ein Erfolg für die Anti-Atom-Bewegung. Aber auch wenn mit dem Abschalten des AKW und dem Ende des Leistungsbetriebes das Risiko eines Störfalls wesentlich reduziert ist, bleibt die Frage nach dem Verbleib des Atommülls. Egal, ob es dabei um die abgebrannten Brennelemente in den CASTOR-Behältern geht, die schwach- und mittelradioaktiven Bauteile des AKW oder den leichtstrahlenden Bauschutt, tragfähige Lösungen gibt es hier nicht.

Der nun vorliegende Stilllegungsantrag des Betreibers Vattenfall zeigt zudem, dass auch der Rückbau eines AKW mit erheblichen Risiken und Strahlenbelastungen verbunden ist. Der BUND Regionalverband Elbe-Heide setzt sich kritisch mit den Rückbauplänen auseinander und hat sich in das Genehmigungsverfahren mit einer Einwendung (hier einzusehen) eingebracht. Zusätzlich hat Vattenfall im Rahmen eines wasserrechtlichen Antrages die Einleitung radioaktiver Abwässer in die Elbe beantragt. Auch hier hat der BUND RV Elbe-Heide eine Einwendung eingereicht (hier einzusehen).

Ausführliche Hintergründe zum Rückbau des AKW Krümmel finden sich hier.

 

Das Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom

Der BUND ist Mitglied im Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom . Mit vielen anderen Gruppen und Organisationen wird dort ein breites Spektrum im Bereich Atom abgedeckt: Atomkraftwerke, Castortransporte, Atommüllentsorgung. Neueste Studien wie den sog. Sorgenbericht – eine ausführliche, aktuelle Zusammenfassung der Atommüllmengen, die in der Bundesrepublik auf ihre „Entsorgung“ warten – und aktuelle Veranstaltungen werden dort veröffentlicht.. Der BUND hat sich im Aktionsbündnis an zahlreichen Aufgaben beteiligt, z.B. durch die Organisation von Bussen zu Demonstrationen.

 

Kontakt

Bernhard Stilke


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Bernd Redecker


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Stellungnahmen zur Thematik rund um Atomkraft


Mitmachen und Termine

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