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Regionalverband Elbe-Heide

Auf den Spuren von Ur-Stelle

Unter diesem Motto veranstaltet der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) eine heimatkundliche Führung durch die ältesten Siedlungsplätze des Vorgängerdorfes von Stelle. Höhepunkt wird die Besichtigung des 4000 Jahre alten „Häuptlingsgrabes“ sein, das schon in diesem Sommer zerstört werden soll für den Bau eines geplanten Logistikzentrums. Die hervorragende Bedeutung dieses eingetragenen Kulturdenkmales wurde erst am 2. April 2019 wieder öffentlich hervorgehoben vom Landesarchäologen Dr. Haßmann vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Hannover.

 

Der Rundgang wird geführt von Thomas Rieckmann, Historiker (Universität Freiburg) und Lehrer für Geschichte und Politik an einem Gymnasium im Landkreis Lüneburg. Er ist in Stelle aufgewachsen und hat sich schon als Schüler mit der Geschichte seines Heimatdorfes befasst. Gelernt hat er dabei das meiste von seinem Onkel Dr. Gerhard Rieckmann, dem langjährigen Leiter des Gemeindearchivs von Stelle und Verfasser der Steller Dorfchronik „Unter der Schirmkiefer“, die 1990 von der Gemeinde Stelle herausgegeben wurde. Dessen Onkel Heinrich Behr (genannt „Schulten Hein“) begründete die Heimatforschung in Stelle, war Bürgermeister von Stelle nach dem 2. Weltkrieg und erbaute 1960 das Steller Heimatmuseum. Thomas Rieckmann entstammt den ältesten Geschlechtern von Stelle, nachweisbar bis ins 17. Jahrhundert.

 

Da es in Stelle zur Zeit keinen Heimatverein gibt, nimmt sich der BUND auch des Heimatschutzes an, denn die Heimat gehört zur Umwelt jedes Menschen.

 

Die Führung findet im Juni statt. Ein genauerer Termin wird noch bekanntgegeben

Die Führung ist kostenlos.

Alle Bürger und Bürgerinnen von Stelle sind herzlich eingeladen!

Die Dauer richtet sich nach Ihren Fragen, wird aber 2 Stunden nicht überschreiten.

Heinrich Behr - „Schulten Hein“ (1886 – 1963) Bürgermeister von Stelle 1945-46, 1953-56 Gründer des Steller Heimatmuseums 1960 Mitbegründer des CDU-Ortsverbandes 1960:

„...Man bekommt einen Begriff von dem harten Kampf unserer Vorfahren, den sie mit und um den Boden der Heimat geführt haben. In zäher Arbeit galt es, Ackerland zu gewinnen, damit der heimische Boden ihnen und späteren Generationen Nahrung und Kleidung bringe. Generationen auf Generationen sind ins Grab gesunken und über ihre Namen breitet sich so leicht der Schleier der Vergessenheit aus. Wir dürfen uns der Früchte ihrer Arbeit erfreuen und sie genießen.

 

Was unsere Vorfahren für uns erarbeitet haben, ist wert, als teures Erbe geehrt zu werden. Der Väter Geist spricht zu uns aus der Väter Land.“ *

 

„...Es wäre zu wünschen, dass wertvollstes, auf uns überkommenes Kulturgut nicht verloren geht, sondern späteren Generationen erhalten bleibt.“

 

*( - nicht Geld!)

 

Über die neueste Entwicklung zum Schutz des Steller Häuptlingsgrabs im Aldi-Streit berichtet die Kreiszeitung Elbe-Geest:

https://services.kreiszeitung-wochenblatt.de/uploads/blaetterkatalog/ausgabe/mi/eg/15052019/index.html#page_15

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