Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

Regionalverband Elbe-Heide

Großes Interesse am Vortrag in der Rathauskantine Buchholz "Der bienen- und insektenfreundliche Garten"

10. Februar 2019

Die Rathauskantine war bis zum letzten Platz besetzt, als Heike Wiese vom Botanischen Garten in Hamburg auf Einladung der Stadt Buchholz und des BUND Regionalverbands Elbe Heide ihre Vorstellungen von einem bienen- und insektenfreundlichen Garten präsentierte

links stehend: Herr Thomas Söller, Grünflächenamt Stadt Buchholz rechts vor Plakat: Frau Heike Wiese, Referentin des Abends Foto: Brandes

Die Rathauskantine war bis zum letzten Platz besetzt, als  Heike Wiese vom Botanischen Garten in Hamburg auf Einladung  der Stadt Buchholz und des BUND Regionalverbands Elbe Heide ihre Vorstellungen von einem bienen- und insektenfreundlichen Garten präsentierte.

Nach einem Einstieg mit dem Bild eines „pflegeleichten Gartens“ mit Kunststoffrasen und großflächigen Fliesen, die keinen Platz für offene Erde und wilde Tiere ließen, zählte die Referentin auf, was für die Anlage und Pflege eines Naturgartens nötig ist: „Sie brauchen dazu  Unkraut, müssen auf Gift und Blaukorn verzichten und dann sind Geduld und die Gelassenheit angesichts einer gewissen Unordnung nötig.“ Diese nötige Unordnung im Garten kann entstehen mit Hilfe von Holzstapeln, Steinhaufen und Wasserbottichen, die Insekten, Igeln und Eidechsen einen Unterschlupf bieten. Sind solche Strukturen vorhanden, stellen sich mit ein klein wenig Geduld die erwünschten Gäste von alleine ein.

Im nächsten Abschnitt stellte die Referentin eine Vielzahl von Pflanzen vor, die den Garten im Jahreslauf vor allem auf Grund ihres Nutzens als Nahrung für  tierische Gäste bereichern, aber auch für uns Menschen durchaus optische und geruchliche Reize haben: Von den Zwiebelpflanzen, wie z.B. Krokusse im Frühling, über die Brennessel, die für viele Schmetterlinge eine wichtige Nahrungspflanze ist, bis zum Faulbaum. Der hat zwar für uns Menschen unscheinbare Blüten, blüht aber von Juni bis zum Frost und dient dreißig verschiedenen Schmetterlingsarten als Nahrung.  Er könnte z.B. mit dem für uns Menschen optisch ansprechenderen Schmetterlingsbusch kombiniert werden.

Am Ende des Vortrags ergänzte Herr Söller vom Grünflächenamt der Stadt noch einen wichtigen Hinweis: „Lassen sie die abgeblühten Stängel und Blütenstände im Herbst stehen, damit sie als Überwinterungsquartiere genutzt werden können.“

Im Anschluss war die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Aber auch Anregungen wurden geäußert: die Außenanlagen von Schulen könnten naturgemäßer gestaltet werden, auf den Friedhöfen gäbe mögliche Flächen für insektenfreundliche Anlagen und vor allen müsste darauf geachtet werden, dass die naturnahen Flächen miteinander  vernetzt sind.

Elisabeth Bischoff vom BUND Regionalverband Elbe-Heide dankte der Stadt für die gute Zusammenarbeit und Frau Wiese für den anregenden Vortrag. Der BUND möchte die Anlage insektenfreundliche  Bepflanzung unterstützen. Bischoff: „Wir haben einen Fördertopf bereitgestellt. Wer finanzielle Unterstützung braucht, kann einen entsprechenden Antrag bei uns (info(at)bund-elbe-heide.de) einreichen.“ 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb