Atomkraft? Nein Danke … und ein Standortauswahlgesetz

Demonstranten mit Anti-Atom-Flagge
Atomkraft? Nein Danke (Foto: M. Fabian / BUND)

Der Deutsche Bundestag und der Bundesrat haben ein Standortauswahlgesetz für die Suche nach einem „Endlager“ für radioaktiven Abfall beschlossen. Was bedeutet das für die den BUND Regionalverband Elbe-Heide?

Niedersachsen ist in allen Diskussionen um die Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe besonders betroffen. Die seit Jahrzehnten andauernden Debatten um den Standort Gorleben, die Katastrophen rund um das Versuchsendlager Asse, das planfestgestellte Atomendlager Schacht Konrad, das nahe Niedersachsen gelegene einsturzgefährdete Atom„end“lager Morsleben zeigen das deutlich. Hinzu kommt, dass geologische Formationen wie Salz und Ton in Niedersachsen auch für die Zukunft erwarten lassen, dass unser Bundesland von der Suche nach einem „Endlager“ betroffen sein wird. Deshalb mischt sich auch der BUND in den Landkreisen Lüneburg und Harburg in diese Debatte ein. Es geht dabei aber nicht um das St. Florians Prinzip sondern um die Notwendigkeit, für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit zu sorgen.

Schrottdinosaurier vor dem abgeschalteten Pannen-AKW Krümmel
Zeit zum Aussterben: AKW Krümmel rückbauen! (Foto: M. Fabian / BUND)

Aktuelle Atom-Themen in der Region

Nicht weit von hier findet ein Verfahren statt, bei dem versucht wird, Bürgerbeteiligung unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse durchzuführen. Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) hat einen Stillegungsantrag für den Forschungsreaktor in Geesthacht gestellt und führt das Verfahren derzeit unter Beteiligung der Verbände und der Öffentlichkeit durch. Es geht doch. Längerfristig muss sich zeigen, ob Bürgerbeteiligung in diesem Verfahren soweit führt, dass es um eine echte Beteiligung und nicht nur um eine Information der Bürgerinnen und Bürger geht.

Neben diesem aktuellen Thema gibt es für uns ganz konkrete, weitere Fragen in Sachen Atom. Vor den Toren Lüneburgs liegt das AKW Krümmel, derzeit abgeschaltet. Was geschieht jetzt mit dem AKW? Der Betreiber Vattenfall hat bisher keinen Stilllegungsantrag gestellt sondern betreibt ein übles Spiel. Vattenfall klagt gegen die Bundesrepublik wegen der Stilllegung der AKWs Krümmel (und Brunsbüttel) auf über drei Milliarden Euro Schadensersatz vor dem Weltbankgericht in Washington. Bleibt abzuwarten, was aus dieser Klage wird. Unabhängig davon, auch der Atommüll von Krümmel muss irgendwann in ein „Endlager“.

Das Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom

Der BUND ist Mitglied im Lüneburger Aktionsbündnis gegen Atom (LAgA). Mit vielen anderen Gruppen und Organisationen wird dort ein breites Spektrum im Bereich Atom abgedeckt: Atomkraftwerke, Castortransporte, Atommüllentsorgung. Neueste Studien wie den sog. Sorgenbericht – eine ausführliche, aktuelle Zusammenfassung der Atommüllmengen, die in der Bundesrepublik auf ihre „Entsorgung“ warten – und aktuelle Veranstaltungen werden dort veröffentlicht. So veranstaltet das LAgA seit vielen Monaten Montagsdemos in Lüneburg und Umgebung. Der BUND hat sich im Aktionsbündnis an zahlreichen Aufgaben beteiligt, z.B. durch die Organisation von Bussen zu Demonstrationen.

BUND-Ansprechpartnerin: Renate Backhaus

Renate Backhaus betreut für den BUND Regionalverband Elbe-Heide das Thema "Atom". Sie ist außerdem Landesbeauftragte Atomenergie beim BUND Landesverband Niedersachsen.

Infotisch mit BUND-Aktiven vor dem Lüneburger Rathaus
BUND-Infotisch bei Anti-Atom-Demo vor dem Lüneburger Rathaus (Foto: M. Fabian / BUND)


Unterzeichnen Sie auch gegen Glyphosat?
  • Banner Naturschutzgebiet Kalkberg
  • Banner Fledermauspflegestelle
  • Banner Ökologiezentrum
Die Zukunft Lüneburgs mitgestalten!

Sie sind herzlich eingeladen zu unseren Aktiventreffen, Arbeitsgruppen und Veran-staltungen. Schnuppern Sie mal rein!

Suche