Ökologiezentrum im Radbrucher Forst - ein idealer Ort für praktische Naturschutzarbeit und Natur- und Umweltbildung

Führung Ökologiezentrum

Das ca. 3 Hektar große umzäunte Gelände liegt mitten im niedersächsischen Staatsforst zwischen Lüneburg und Winsen (Luhe) bzw. Vierhöfen und Radbruch, in unmittelbarer Nähe zu Heideflächen, altem Laubwaldbestand, Kranichmoor und dem Naturschutzgebiet "Hohes Holz".

Ehemals als Schießanlage des Bundesgrenzschutzes genutzt, wurde es 1999 gemeinsam durch den BUND Landesverband Hamburg und dem BUND Regionalverband Elbe-Heide erworben. Heute wird es durch den Verein "Ökologiezentrum im Radbrucher Forst e.V." betreut - unterstützt durch den BUND Regionalverband Elbe-Heide sowie durch die BUND Landesverbände Hamburg und Niedersachsen.

Schmetterlingswiese. Foto: S. Kulau

Auf dem naturbelassenen Gelände bietet z.B. ein Teich inklusive Steganlage Beobachtungsmöglichkeiten von Frosch- und Molcharten oder Blindschleichen und Ringelnattern.

Der kleine Kugelfang entwickelte sich zu einem bedeutendem Fledermausquartier. Er beherbergt eine große Wochenstube der Mückenfledermaus. Am 27.07.2014 flogen ca. 500 Tiere (Alt- und Jungtiere) während der Abenddämmerung zur Nahrungssuche aus. Neben den Mückenfledermäusen nutzen noch weitere Fledermausarten die Gebäude und die Kugelfänge als Quartierstandorte und die Schießbahnen sowie das Gewässer als Jagdlebensraum.

Die ca. 1 Hektar große Wiese wurde im August 2014 durch Ehrenamtliche kartiert und als mesophiles Grünland eingestuft. Ziel ist es nun, durch Mahd eine Ausmagerung der Fläche zu erreichen und somit die Artenvielfalt zu erhöhen.

In den letzten Jahren wurden u.a. Insektenhotels gebaut. Im März 2014 wurde die bisherige kleine Streuobstwiese durch engagierte Ehrenamtliche erweitert .

Das Wohnhaus steht dem Hausmeister zur Verfügung und dient dem Verein als Büro.

Die Haustechnik des Wohnhauses wurden in den Jahren mit Hilfe von Stiftungsgeldern und vielen Ehrenamtsstunden auf regenerative Energieträger umgestellt:
Es gibt einen Holzvergaserofen, der mit Unterstützung durch eine Solaranlege auf dem Dach Heizung und Brauchwasser mit Wärme versorgt; die vorhandene Kammerkläranlage wurde 2002 um eine biologische Stufe mit einer Pflanzenkläranlage mit Schilfbett ergänzt.

  • Ökologiezentrum Wohnhaus
  • Ausstellung. Foto: S. Kulau
  • Insektenhotel. Foto: S. Kulau

In einem Nebengebäude befindet sich ein Seminarraum, sowie eine Werkstatt und die sanitären Anlagen für Besucher. Ein Zelt- und Grillplatz ist ebenfalls vorhanden.

  • Vor dem Nebengebäude. Foto: S. Kulau
  • Kräuterspirale. Foto: S. Kulau
  • Gänse zum Anfassen. Foto: S. Kulau
Apfelsaftpressen. Foto: BUND Stade

Umweltbildung kann hier in vielfältiger und spannender Form gerade für Kinder und Jugendliche angeboten werden.

Ein Projekt ist das Anbringen verschiedener Nistkästen für Vögel. Hier sollen verschiedene Modelle von Brut-und Nisthilfen für Singvögel, Waldohreule, Schleiereule u.a. getestet werden. Im Rahmen von Schulprojekten werden die Nistkästen vor Ort selbst hergestellt, aufgehängt und betreut.

Die zukünftige Apfelernte auf der eigenen Streuobstwiese soll unter tatkräftiger Unterstützung von Kindern zu Apfelsaft gepresst werden.

Führungen durch die ursprüngliche Natur auf dem Gelände selbst und darum herum bringt die Vogelwelt und Spuren der Wald- und Wiesenbewohner nahe.



Kontakt:

Ökologiezentrum im Radbrucher Forst
Ditmar Frommke
Tel.: 04178 - 819 429 (hauptsächlich abends zu erreichen)

oder im BUND Büro in Lüneburg:

Tel.: 04131 - 402877

E-Mail: bund.lueneburg@bund.net

 

 

 

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