Wir bewahren Vielfalt … in Stadt und Landkreis Lüneburg

Stadt und Landkreis Lüneburg bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Leider sind viele dieser Arten gefährdet und manche gar vom Aussterben bedroht. Deshalb setzt sich der BUND auch hier vor Ort für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein. Egal ob Erdkröte, Schmetterling oder Haubenlerche - wir engagieren uns für den Schutz und das Überleben bedrohter Arten vor unserer Haustür.

BUND-Aktive eröffnen die Ausstellung "Artenschutz am Bau"
Ausstellungseröffnung in Lüneburg

Artenschutz am Bau

Häuslebauer können viel für den Schutz unserer bedrohten heimischen Vogelarten und Fledermäuse tun. Sogar bei der energetischen Sanierung und der Dämmung der Hauswände können Nistmöglichkeiten für unsere tierischen Nachbarn wie Mauersegler, Spatz oder die nachtaktiven Fledermausarten geschaffen werden.

Ein Projekt des BUND Landesverbandes Niedersachsen, welches Anfang 2015 in Lüneburg präsentiert wurde, gibt hilfreiche Tipps und nennt Ansprechpersonen.

Mehr Informationen, Broschüren und Adressen auf www.artenschutz-am-bau.de

Kurse zum Bau von Vogelnist- und Fledermauskästen

Das BUND-Ökologiezentrum bietet Kurse für Kinder und Erwachsene zum Bau von Vogelnist- und Fledermauskästen an. Genauere Informationen und Termine erhalten Sie gerne auf Nachfrage im BUND-Büro.

Foto: M. Würfel

Projekt Haubenlerche

Der BUND in Lüneburg hat sich in den vergangenen Jahren intensiv um den Schutz der Haubenlerche (Galerida cristata) bemüht. Die Vogelart mit ihrer charakteristischen Haube ist ein Bodenbrüter und als ehemaliger Steppenvogel auf lückige, niedrige Vegetation angewiesen. Die Tiere bewegen sich vor allem laufend am Boden fort und sind oftmals bei der Nahrungssuche auch in der Nähe von Menschen zu beobachten.

 

Die Haubenlerche ist eine streng geschützte Art, die in Niedersachsen sowie der gesamten Bundesrepublik Deutschland vom Aussterben bedroht und in der Roten Liste in Kategorie 1 eingestuft ist. In Niedersachsen ist der Bestand seit den 1960er Jahren um über 99% zurückgegangen, im Jahre 2005 ging man von weniger als 80 Revieren aus. Ein Aussterben der Art in Deutschland ist zu befürchten.

Das wollen wir verhindern. In Lüneburg sind noch mehrere Haubenlerchen-Brutpaare vorhanden, die in den letzten Jahren auch erfolgreich Jungtiere aufgezogen haben. Diese beobachten wir und versuchen, vorhandene Lebensräume zu sichern, zu optimieren und neue zu schaffen. Deshalb hat der BUND gemeinsam mit dem NABU z.B. die Lüneburger Universität beraten, um eine haubenlerchengerechte Gestaltung der Freiflächen auf dem Campus an der Scharnhorststraße zu erreichen. Außerdem beziehen wir Stellung in Bauleitplanverfahren, weisen die Gemeinden auf vorkommende Brutpaare hin und achten darauf, dass ausreichend Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Artenschutz hat viele Gesichter - von Beobachtungen über das Gespräch mit den jeweiligen Grundstückseigentümern bis hin zu Stellungnahmen in offiziellen Planungsverfahren.

Sie können uns sehr helfen: Wenn Sie Haubenlerchen beobachten, informieren Sie uns doch bitte über Ort, Zeit und Anzahl der Tiere. Wenn möglich deren Aktivität. Denn nur wenn uns ein Vorkommen auch bekannt ist, können wir uns für den Schutz einsetzen. Und das geht umso besser, je aktueller und detaillierter unsere Informationen sind.

 

BUND-Ansprechpartner: BUND-Geschäftsstelle Lüneburg
E-Mail: info@bund-elbe-heide.de



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